Rajim - @ myblog.de
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Wonder on ice

Am gestrigen Morgen wurde unser Alex um 10 Uhr von einem Handy geweckt. Der Depp, der da anrief hatte Glück: 10 Uhr liegt bereits im verzeihlichen Bereich und er würde wohl nicht sterben, weil er es wagte Alex zu wecken… Tatsächlich war es Bloody die sich da erdreistete anzurufen. Sie hätte gehört, dass Augustusburg die Schneekanone angeworfen hätte und nun wollte sie (mit Alex ) Snowboard fahren gehen…
Nun ja…Alex hatte jetzt die Wahl zwischen Schnee, Eis, Kälte, Gefahr, und womöglich mehreren Knochenbrüchen und nichts tun, am PC sitzen und sich langweilen…es wählt den Spaß, da Snowboard fahren eh auf der Liste mit Dingen steht die Alex in seinem Leben mal ausprobieren möchte und kein Tag besser ist, als heute… Also sprang er auf, machte sich einen scheußlichen Kaffee und aß noch schnell etwas. Zum Kaffe: Alex hat schon länger immer mal Attacken von heftigen Bauchschmerzen, der Grund wurde an Heiligabend bei einem Gespräch mit seiner Tante (sie ist Krankenschwester ) gefunden: Alex macht Unmengen Süßstoff an seinen Kaffe! (Grundlos, wie sich herausstellte ) Tja und dieser Süßstoff verursacht die Bauchschmerzen… Deshalb trinkt er den Kaffee nun wieder mit Zucker, und weil davon zu viel auch schlecht ist, mit relativ wenig Zucker… Das alles macht Alex Kaffe nun zu einer widerlichen Suppe, die er nur des Kaffes wegen zu sich nimmt… Und warum eigentlich Kaffee? Nun, aus demselben Grund, wie dem, warum Alex noch schnell was essen musste, bevor er losfuhr: Alex hat nen niedrigen Blutdruck… Das gibt zwar Hoffnung auf ein sehr langes Leben, aber gleichzeitig macht das seinen Kreislauf anfällig. Mit anderen Worten: eine Stunde intensive Bewegung und Alex dreht es…
Wo waren wir? Richtig, beim losfahren. Alex fuhr natürlich viel zu spät los…naja, in 30 Minuten unvorbereitet alles schnell managen, dass war dann doch zu viel verlangt. Auf dem Weg zur Bloody, aß er nebenbei die zuvor erwähnten Nudeln und konnte sich so auch nur halb aufs Fahren konzentrieren. Natürlich brauchte er auch gleich drei Versuche, bevor er die richtige Straße fand und selbst dann verfuhr er sich noch in Zschopau (wo Bloody wohnt ) . Was jedoch nicht sooo schlimm war, denn Zschopau is ein einziges Labyrinth. Scheiß Zschop! Angekommen sprangen Bloody und Alex auch gleich in das Auto von Bloody Mutter (nebenbei gesagt eine wirklich nette, freundliche Frau. Alex mag sie! : ) ) und zu dritt fuhren sie auch schon los. An dieser Stelle Hut ab, vor den Fahrkünsten Bloodys Mutter….wah! Die Frau rast todesmutig um diese gottverdammten Erzgebirgskurven…ahhhh! Wie durch ein Wunder kamen wir auch unverletzt in Augustusburg an. Schnell fanden wir auch den Ort des Wintertreibens (ansonsten waren die Wiesen ja bereits wieder grün ) . Schnell noch den Parkplatz bezahlt (nur Abzocke! ) und dann rein in den Verleih. Nun, der gute Mann dort reagierte eher negativ auf unser Argument, wir würden das schon irgendwie lernen, wenn wir auf den Boards stehen würden (zu Recht, wie sich zwei Stunden später herausstellte ) schnell organisierte er uns dann (welch Glück für uns ) einen Snowboardlehrer und dieser stimmt zu uns beiden Chaoten eine Stunde Privatunterricht zu geben (nachdem, was wir von der anderen Fortgeschrittenen-Gruppe gesehen haben, ist Einzelunterricht auch besser… ) . Also, da standen sie nun auf ihren Boards, ihr Trainer, der nebenbei gesagt ebenfalls ein Sklave der MALUS ist, zeigte ihnen kurz ein Paar grundlegende Dinge und schon ging es richtig zur Sache: vorwärts den Berg mit dem Board quer runter gleiten…wah! Fürs erste Mal waren sie noch sehr, sehr, sehr wacklig unterwegs, doch schon bald stellten sich erste Erfolge ein, schnell war auch ein etwaiges Gefühl für das Gleichgewicht gefunden und dann konnte man diese Übung auch mal alleine machen… Dann kam das gleiche noch mal dran, nur jetzt mit seitwärts gleiten…also konnten sie jetzt dem Ganzen auch eine Richtung geben…sehr gut! Nachdem das so relativ saß, kamen sie zu was Schwererem: rückwärts den Berg herunter gleiten! Da hörte es auch schon auf, denn hier sah man 1. Nichts und 2. war hier noch mehr Balance gefragt. Leider war ihre Stunde dann auch schon vorbei, jedoch hatten sie die Boards noch für eine weitere Stunde ausgeliehen, was sie dann noch fürs Üben nutzen. Gegen Ende dieser Stunde hatten sie dann auch das mit dem rückwärts gleiten relativ in den Griff bekommen, auch wenn es sie mehr als einmal hinlegte…
Das Snowboard fahren war einfach geil! Alex hätte nie im Leben gedacht, dass ein Wintersport ihm so viel Spaß bereiten könnte. Unser Alex hasst ja den Schnee, und den Winter und die Kälte und das ganze Zeugs, aber er fand das Gefühl den Berg herunter zu fahren einfach geil! Und das, was sie da gelernt hatten, war erst der Anfang! Sie waren noch nicht gerade herunter gefahren, hatten also noch kaum etwas von der wahren Geschwindigkeit auf so einem Board gemerkt und dann kam noch das Kurven fahren… Aber ihr Trainer hatte ihnen gesagt, dass sie sehr gut währen und dass sie das nächste Mal auch ein Fortgeschrittenenkurs machen könnten…
Alex geisterte noch Stunden später das Thema Snowboard durch den Kopf, und auch einen Tag später konnte er an kaum etwas Anderes denken! Sicher würden Bloody und er bald wieder fahren, und Alex hoffte inständig, dass es nicht mehr als zu lange dauern würde.
Der Winter hatte damit einiges von seinem Schrecken verloren, wo er doch jetzt etwas für Alex bereit hielt.

29.12.07 15:12
 


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